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Wolle – Wolle – Wolle

Unser goldens Vlies der Coburger Fuchsschafe haben wir im August zur Kardierwerkstatt geschickt und tollste Produkte wieder bekommen.

Die Verarbeitung von Schurwolle zur gewaschenene Rohwolle könnt ihr hier noch einmal nach lesen:
https://hofrehders.com/2019/08/03/goldenes-vlies-kuschlige-wolle/

Unsere kuschlige Wolle haben wir also in Pakete verschnürt und weg gesendet. Zurück sind einzigartige Produkte gekommen. Zum einen unser Vlies zum Spinnen.

Wir verspinnen jedes Jahr ca. 2- 3 kg Wolle und verarbeiten die Wolle zu Fäden und anschließend zu Kleidungsstücken wie Pullunder, Dreieckstuch, Minirock oder Norweger Pullover mit gefärbter Wolle. Diese Kleidungsstücke sind so wunderbar warm im Winter. Einfach herrlich und dann auch noch regional und ohne Chemie hergestellt.

Zum anderen sind unsere Bettdecken und Kinderschlafsäcke wieder gekommen.
Wir verarbeiten einen groß Teil der Wolle zu Bettdecken oder Kinderschlafsäcken, weil es einfach ein wunderbares Gefühl ist unter Wolle zu schlafen. Die Wolle hält für jeden die perfekte Temperatur. Ob im Sommer oder Winter die Wolle passt sich dem Körper an und reguliert die Temperatur und die Feuchtigkeit. Hinzu ist Wolle noch antibakteriell, so dass es einfach nur positive Aspekte hat unter Wolle zu schlafen.

Mittlerweile schläft fast unsere ganze Familie unter den Wollbettdecken und ist begeistert. Wir nehmen gerne Bestellungen auf für Wollbettdecken, jede Größe ist machbar von Kinderbettdecken bis hinzu 2,20 m x 2,20 m.

Auch unsere Babyschlafsäcke gibt es in verschiedenen Größen. Damit die Kleinsten unter uns auch ruhig, warm und ohne viel schwitzen schlafen können. Dieses Mal gab es für die Kleinen Spielzeugmuster und Winnie Poh auf den Babyschlafsäcken. Auch diese können in verschiedenen Größen bestellt werden.

Wolle ist ein so wertvoller Rohstoff und wird mittlerweile leider viel zu selten verarbeitet. Wir könnten uns gar nicht mehr vorstellen ohne unsere Wolle zu leben. Es ist so ein tolles Naturprodukt und gehört einfach in jeden Haushalt.



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Goldenes Vlies – kuschlige Wolle

Nach dem unser Schafscherrer Ende April die Wolle der Schafe geschoren hat, wurde die Wolle noch nicht weiter beachtet. Zwischen Ernte und Stroh fahren war es nun an der Zeit mit dem Wolle waschen anzufangen. Wolle waschen ist bei uns reine Handarbeit und kostet ziemlich viel Zeit. Jedes goldene Vlies wird zu nächst ausgebreitet und dann heißt es alle groben Unreinheiten und das viele Stroh und Heu aus der Wolle heraus zupfen. Je nachdem wie viel sich die Schafe im Heu oder Stroh gewälzt haben, je nachdem ist das goldene Vlies sauberer oder schmutziger.

Der erste Arbeitsschritt dauert recht lange, da es hier oft viele kleine Strohteile zu beseitigen gibt. Wenn es erst einmal geschafft worden ist und die Wolle auf den ersten Blick frei von Stroh und Heu ist, geht es in den ersten Wollwaschgang.
Die Wolle wird in einer großen Maurerbütt für 24 Stunden mit klarem kalten Wasser eingeweicht. Das Wasser ist anschlißend ziemlich braun und eignet sich perfekt als Flüssigdünger für die Rosen im Garten.
Nach dem ersten Waschgang im klaren Wasser, kommt nun der Waschgang im Wollwaschmittelwasser. Die Wolle wird vorher zwei bis drei Mal noch klar gespült, damit das erste Einweichwasser auch tatsächlich raus kommt und dann geht es in das Wollwaschmittelwasser. Auch hier bleibt die Wolle für 24 Stunden in dem Wasser liegen. Danach sieht man schon einen deutlichen Unterschied. Die Wolle wird langsam sauber. Zwischen jedem Waschgang wird weiter Stroh und Heu aus der Wolle heraus gesammelt. Es wird tatsächlich immer etwas gefunden, egal wie reinlich bei dem ersten Arbeitsschritt gearbeitet worden ist.

Nachdem die Wolle wieder klar gespült ist, geht es in einen dritten Waschgang mit Essig. Hier wird die Wolle auch wieder 24 Stunden in dem Essigwasser gelassen. Dann nähert sich langsam schon das Ende des Wolle waschens. Die Wolle wird erneut klar gespült und kommt dann zum trocknen auf den Wäscheständer. Hier trocknet die Wolle im Wind und auch hier können immer noch kleine Strohteile gefunden werden, jedoch deutlich weniger als beim ersten Arbeitsschritt.

Die gewaschene Wolle wird nun in verpackt und zum kämmen geschickt. Wir verarbeiten die Wolle unter anderem zu Bettdecken und Babyschlafsäcken. Es ist einfach herrlich unter einer Wollbettdecke zu schlafen. Die Bettdecken sind kuschlig warm und zugleich temperatur- und feuchtigkeitsregulierend. Selbst im warmen Sommer kann unter der selben Wollbettdecke geschalfen werden, da sich die Wolle an das wohlbefinden des Körpers anpasst. Zudem fühlt es sich die Wollbettdecke schwerer an, dadurch gibt die Wollbettdecke einem das Gefühl, dass man gut zudeckt ist. Das Team vom Hof Rehders liebt seine Wollbettdecken und kann jedem nur empfehlen seine eigene Wollbettdecke herstellen zu lassen.

Da wir so überzeugt sind von unseren Wollbettdecken, lassen wir nun auch Babyschlafsäcke aus unserer eigenen Wolle anfertigen. Der Schlafsack hält die Körpertemperatur des Babys konstant und hat alle tollen Eigenschaften, wie die Wollbettdecken.
Gerne können sowohl Bettdecken als auch Babyschlafsäcke bestellt werden. Unsere Schafe liefern jedes Jahr nur eine bestimmte Menge an Wolle, da die Nachfrage sehr hoch ist, kann es passieren, dass die Wollbettdecken und Babyschlafsäcke schnell vergriffen sind. Dafür gibt es jedes Jahr wieder neue Wolle, die wir verarbeiten können.

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Sommerweide

Der Sommer ist angekommen. Das Gras wächst und die Natur ist grün. Höchster Zeitpunkt, dass unsere Schafe ihre Sommerweide beziehen. Unsere Coburger Fuchsschafe dürfen den ganzen Sommer auf der Weide verbringen. Auf ihrer Weide steht ein Zelt, das sie vor Wind und Regen schützt und dort finden die Schafe auch immer mal etwas Stroh, Heu oder auch Müsli. Die Schafe freuen sich immer sehr, wenn es auf die Sommerweide geht. Schließlich können sie dann 24 Stunden auf der Weide spielen, fressen und in der Sonne liegen.

Der Auszug aus dem Stall war dieses Jahr für die Lämmer besonders spannend. Zur erst haben wir alle Schafe mit ihren Lämmern im Stall gesammelt. Die letzten Wochen waren die Schafe tagsüber auf der Weide und haben nachts im Stall geschlafen. Als alle Schafe im Stall waren, ging die Reise los. Zu erst mussten wir gemeinsam zwischen den Eseln Max und Paul durch gehen. Für die Lämmer die erste Aufregung, die beiden Esel einmal ohne Abtrennung zu sehen. Dann ging es weiter durch die Stallgasse. Dem ein oder anderem Lamm erschien die Stallgasse ziemlich unheimlich, da es etwas dunkler war als draußen in der Sonne. Doch die Mütter und Jährlinge kannten noch den Weg und freuten sich schon auf die Sommerweide. Nach und nach sind die Lämmer dann doch mit gekommen. Anschließend kam das spannende Pferdepaddock. Hier war einiges für die Lämmer zu entdecken. Große Strohnetze, Heuraufe, Pferdeäpfel, neuer Sand und links und rechts ein Grashalm. Dann war es endlich geschafft. Alle Schafe mit ihren Lämmern sind auf der Sommerweide angekommen. Schnell wurde die Weide inspiziert. Das Zelt unter Augenschein genommen und es wurde herumgetobt.

Die Schafe werden bis nun bis zum Winter auf ihrer Sommerweide bleiben und immer wieder ein Stück weiter ziehen, wenn das Gras aufgefressen ist. Über den Sommer fängt die Wolle wieder an zu wachsen, so dass ihre natürliche Winterjacke schon jetzt in der Produktion ist.

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Schafschur auf dem Hof Rehders

Im Winter mussten wir uns überlegen, wann der perfekte Zeitpunkt sein wird, um unsere Schafe von der Wolle zu befreien. Letztes Jahr war der Frühling ab Mitte April sehr warm und wenig Regen. Da haben die Schafe schon ab Mitte April ordentlich in ihrer dicken Wolle geschwirtzt. Dieses Jahr entschieden wir uns die Schafe Ende April/Anfang Mai zu scheren. So kam unser Schafscherrer an einem Montag morgen zu uns. Es war ein kalter Montag morgen, da es noch einige Tage wieder kühler werden sollte. Doch Termin ist Termin und umlegen geht so schnell nicht mehr. Die Schafe wurden geschorren und haben ihre Wolle ablegen können. Unsere Coburger Fuchsschafe werden einmal im Jahr gescherrt. Dabei verlieren sie fast die Hälfte ihres Körperumfanges. Die Wolle wird ganz vorsichtig mit der Scherrmaschine abgeschnitten. Das tut den Schafen überhaupt nicht weh und meistens freuen sie sich, dass es endlich nicht mehr so warm ist. Am ersten Tag ist es immer noch sehr ungewohnt. Die Lämmer müssen sich erst einmal an das Aussehen ihrer Mutter gewöhnen. Schon komisch – keine Wolle unter der sich versteckt werden kann. Dafür kommen die Lämmer nun umso besser an das Euter und können somit besser trinken.
Auch die Esel sind jedes Jahr aufs neue wieder irritiert, wenn die Schafe plötzlich keine Wolle mehr haben. Aufgrund der kalten Temperaturen und den nassen Wetter bleiben die Schafe jetzt wieder länger im Stall und kommen nur bei strahlendem Sonnenschein auf die Weide, damit sie keine Erkältung bekommen.

Aus der wertvollen Wolle stellen wir Bettdecken und eigenes Wollgarn her, um Kleidungsstücke zu stricken. Es ist einfach herrlich unter der  Wolle der eigenen Schafe zu schlafen oder Kleidung von der Wolle der eigenen Schafe zu tragen.

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Saisonstart für die Jahreskurse

Endlich geht es los. Der Frühling ist mitten in seiner Pracht und entfaltet sich jeden Tag ein wenig mehr. Die Bäume werden grün, das Gras wächst, die Tiere kommen alle langsam auf die Weide und der Löwenzahn blüht. Die Natur ist erwacht und somit auch die Kükenbande und Lämmerbande. In unseren Jahreskursen erleben wir alle 2 Wochen spannende Abenteuer auf dem Hof Rehders. Wir kümmern uns gemeinsam um die Tiere und graben den Acker für Kartoffeln um. Die Kükenbande und die Lämmerbande durfte sich beim ersten Treffen den Hof Rehders ganz genau anschauen. Zu erst den großen Stall, was hier nicht alles so steht und wozu die vielen Gerätschaften doch gebraucht werden.


Dann ging es zu den Tieren. Die Hühner wurden gefüttert und beobachtet, die Esel gestreichelt und gekuschelt und natürlich auch die Schafe und Lämmer. In der Treckerscheune hat sich auch viel getan und es gab sogar noch Zeit im Stroh zu spielen. Einfach herrlich so ein Nachmittag auf dem Bauernhof. Auch die Schweinehütten wurden ganz genau untersucht und inspiziert. Die Schweine werden erst im August in den Gemüsegarten ziehen. Im Gemüsegarten angekommen haben wir uns das Feld angeguckt und werden unsere eigenes kleines Stück noch beziehen.

Nach dieser großen Entdeckungstour auf dem Hof Rehders war der erste Nachmittag schon fast vorbei. Es wurde noch das Abendbrot für die Tiere vorbereitet und dann hieß es schon wieder Abschied nehmen. Zum Glück kommt die Kükenbande und die Lämmerbande nun alle 2 Wochen auf den Hof Rehders, um noch mehr spannende Abenteuer zu erleben.
Wir freuen uns schon.

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Willkommen kleine Wunder (:

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Es ist einfach jedes Jahr wieder unglaublich. Nach 150 Tagen erblicken unsere kleinen dunklen Lämmer das Licht der Welt. Was die Natur doch alles so erschaffen kann. Ich kann mich noch gut an die Geburt von Molly und Murmel (geboren März 2018) erinnern, und nun kommen schon die nächsten Lämmer auf die Welt. Unser Bock hat ganze Arbeit geleistet und alle unsere vier Coburger Fuchsschafe sind bzw. waren trächtig.
Schafe sind ungefähr 150 Tage lang trächtig (schwanger), bevor sie ihre Lämmer auf die Welt bringen. In den meisten Fällen bekommen Schafe Zwillinge.
Malou und Umami haben jeweils zwei gesunde Lämmer auf die Welt gebracht, passend zum Frühlingsanfang haben die beiden gelammt. Jetzt warten wir noch gespannt auf die Lammung von Toffee und Vinny.

Malou hat ein Pärchen geboren, die beiden heißen Néné und Stubbe, Umamis Lämmer heißen Urmel und Ura. Zur zeit genießen die Mütter mit ihren Lämmern noch ein wenig Abgeschiedenheit in den Ablammbox, damit sich Aue (Mutter) und Lämmer (Kinder) aneinander gewöhnen. Beide Schafe kümmern sich fürsorglich um ihre Lämmer. Nach der anstrengenden Geburt werden die Lämmer von der Mutter abgeleckt, damit das Fruchtwasser aus der Wolle verschwindet und die Lämmer trocken werden. Zudem werden die Kleinen auch stimuliert auf zustehen und das Euter auf zu suchen. Schafe haben ein Euter mit zwei Zitzen. Nach der Geburt müssen die Lämmer in den ersten 2 Lebensstunden möglichst 100 ml – 200 ml Biestmilch trinken.

Was ist Biestmilch? Biestmilch ist voller Immunabwehrkräfte, voller Vitamine, voller Mineralien, Wachstumsfaktoren und Aminosäuren. Durch die Biestmilch wird die Immunabwehr der Lämmer unterstützt. Die Biestmilch wird allerdings nur die ersten Tage von dem Schaf produziert, daher ist es sehr wichtig, dass die Lämmer gleich nach der Geburt viel trinken und ihre Abwehrkräfte gestärkt werden.

Die Lämmer, bleiben jetzt ein paar Tage mit ihrer Mutter in der Ablammbox alleine, um sich auf der Welt zu Recht zu finden. Später geht es dann gemeinsam mit der Schafherde auf die Weide. Schon jetzt springen, toben, rennen, hüpfen und klettern die Lämmer durch die Box und sind sehr aktiv.

Wir sind gespannt, wann die nächsten Lämmer das Licht der Welt erblicken und freuen uns über die ersten vier gesunden Lämmer in diesem Frühjahr.

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Frühjahrsputz

Vor Beginn der Lammsaison steht der Frühjahrsputz auf dem Hof Rehders auf dem Programm. Damit die neugeborenen Lämmer es sauber und kuschelig haben. Die Lämmer können ab dem 20. März täglich auf die Welt kommen, also hieß es letzte Woche: putzen, aufräumen und umbauen.

Als erstes wurde das kostbare Heu gesichert, die Schafe und Esel durften dann die letzten Halme fressen, bis der Radlader die ersten Schaufeln Mist aus dem Stall holte. Das Wetter ist noch nicht frühlingshaft, aber der Mist musste raus. Daher standen die Schafe und Esel dann draußen im Schnee und konnten ein wenig dem Schneetreiben zu schauen. Doch bei ausreichend Heu zur freien Verfügung, war es im Schnee gar nicht so schlimm.

Während die Schafe und Esel draußen gefressen haben, wurde im Stall ordentlich gefegt, gemistet, geräumt und sauber gemacht. Eine volle Radladerschaufel nach einander fand den Platz auf dem Misthaufen. So war nach kurzer Zeit schon fast alles ausgemistet. Dann wurde noch gründlich gefegt und die letzten Reste in der Schubkarre gesammelt. Die Schafe guckten ab und zu neugierig um die Ecke und wollten einmal schauen, ob es auch alles ordentlich gemacht wird.

Als alles sauber war, wurde kurz mit Wasser der Boden abgespült und noch einmal kräftig geschrubbt, bevor es dann wieder mit dem Aufbau los ging. Die Schafe und Esel schlafen nachts in zwei verschiedenen Bereichen. In dem Schafschlafbereich haben wir unsere Ablammbox eingebaut. Damit die Schafe während der Geburt und in den ersten Tagen ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeit haben, gibt es eine Strohbox extra für die Aue mit ihren Lämmern. So können sich alle aneinander gewöhnen und haben ausreichend Ruhe. Natürlich ist es in dieser Ablammbox noch viel kuscheliger als im großen Stall, so dass sich die Lämmer gleich bei uns wohl fühlen können. Die Schafgitter gliedern den Stall in 4 Bereiche. Ein Bereich für die Esel und die Schafe tagsüber, zum Spielen, toben, fressen und kleine Pausen. Ein zweiter Bereich für das Strohlager und baldige Lämmerkino, ein dritter Bereich für die Heulagerung und ein vierter Bereich für den separaten Schafschlafbereich mit Ablammbox.

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Alles ist wieder einzugsbereit. Frisches Heu, frisches Wasser, die aufgebaute Ablammbox und frisches Stroh. Hier lässt es sich aushalten. Der Stall ist bereit für die ersten Lämmer. Jetzt heißt es geduldig abwarten und regelmäßig kontrollieren, ob eine Geburt ansteht.

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Es war soweit, unser Tannenbaum hatte ausgedient. Unser Wohnzimmer schmückte er einige Wochen und nun einfach aus dem Fenster schmeißen? Unser Tannenbaum hat immer eine doppelte Nutzung. Gemeinsam mit den Kindern der Abenteuer Bauernhof AG haben wir den Eseln und Schafen ein kleines Festmahl vorbei gebracht.

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Gemeinsam wurde ein guter Platz für den Tannenbaum ausgesucht. Der Pfeiler in der Mitte sollte es werden, so dass alle Tiere gut herankommen können. Der Platz war ausgesucht, die Bänder gesammelt und gemeinsam wurde der Tannenbaum in den Stall getragen. Dann musste es schnell gehen. Die Schafe und Esel lieben es an der Tanne zu knabbern. Daher musste der Tannenbaum gut festgehalten werden, in der Zeit wo die ersten Knoten in das Band gemacht wurden. Durch gute Teamarbeit hat es geklappt.

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Am Ende unserer Abenteuer Bauernhof AG waren schon die ersten Zweige, Nadeln und Co verputzt. Kaum zu glauben wie schnell die Esel und Schafe an dem Tannenbaum geknabbert haben.
Nach zwei Tagen war der Tannenbaum komplett ab geknabbert, kaum noch Rinde und kaum noch Tannennadeln. Das Gestell oder Gerippe vom Tannenbaum wurde jetzt auf den Haufen für die Abholung der Stadt gebracht. Die Doppelnutzung hat funktioniert. Ein hübsch geschmückter Weihnachtsbaum für uns und ein leckerer Tannenbaum für unsere Esel und Schafe…

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Allen himmlische Weihnachten!

Wir wünschen Euch allen himmlische Weihnachten! Genießt die Zeit unter dem geschmückten Tannenbaum, mit der Familie, gutem Essen und vielen Geschenken.

Unsere Tiere bekommen zu Weihnachten auch immer etwas besonderes. Die Hühner freuen sich auf viele leckere Körner und Apfelstücke. Die Esel bekommen eine extra Portion Heu und die Schafe freuen sich auf frischen Rosenkohl. Und nach der Weihnachtszeit kommt unser Tannenbaum in den Stall. Die Esel und Schafe lieben es die Tannennadeln abzuknabbern und haben auch schon die erste Weihnachtsdeko gefressen. Natürlich ohne Schmuck, Draht und Schleifen…

Unsere Abenteuer Bauernhof AG hat vor den Weihnachtsferien noch einen Spaziergang mit den Eseln Max und Paul gemacht.

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Es ist zu Weihnachten immer eine besondere Stimmung im Stall und in der Natur. Ein Ort der Ruhe, Stille und Besinnlichkeit.

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Männerbesuch bei den Schafen

Seit einigen Wochen haben unsere Schafsdamen männlichen Besuch bekommen. Unser Schafbock Fernett ist eingezogen. Gemeinsam mit den großen Schafen Malou, Toffee, Umami und Vinny steht Fernett nun auf der Weide.

Und warum ist unser Schafbock Fernett nun im Oktober eingezogen? Damit wir im Frühling Nachwuchs bei den Schafen erwarten können, müssen die Schafe im Herbst Besuch von einem Schafsbock bekommen. Unsere Schafe dürfen das erste Mal Besuch von einem Bock bekommen, wenn sie mindestens 1 Jahr alt sind, die meisten unserer Schafdamen sind schon über 2 Jahre alt. Unsere beiden Lämmer Molly und Murmel sind noch zu klein. Zur Zeit stehen sie gemeinsam mit den Eseln Max und Paul im großen Stall und haben „Sturmfreiebude“ bis die Mutter und Tanten wieder kommen. Die ersten Tage war es für die Kleinen noch recht ungewohnt. Jedoch gibt es jeden Abend eine extra Möhre und mehr Streicheleinheiten als sonst. Damit lässt es sich ziemlich gut allein unter den Eseln aushalten.

Bei den Schafen ist der Brunstzeitpunkt (die Zeit in der das Schaf fruchtbar ist) meistens so gelegt, dass die Lämmer im Frühling geboren werden. Ein Schaf ist ca. 150 Tage lang trächtig. Damit die Lämmer wirklich alle im Frühjahr geboren und ideale  Aufwachsbedinungen geschaffen werden, wird der Schafsbock meistens ab Mitte Oktober zu den Schafen gelassen. Auch die Schafe haben einen Brunstzyklus. Ungefähr 16 Tage dauert es von einem Brunstzyklus bis zu dem nächsten. In diesen 16 Tage ist das Schaf für ca. 30 – 36 Stunden bereit für eine Befruchtung. Das hört sich alles ziemlich kompliziert an, doch die Natur regelt das in den meisten Fällen ganz gut von alleine. Der Schafbock kann am Urin erkennen, ob das Mutterschaf gerade in der Brunst ist oder nicht.

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Bevor unsere Schafsdamen zu ihrem neuen Freund gekommen sind, wurden ihre Schwänze noch einmal geschoren. Die Schwanzschur ist notwendig, damit zum einen alles sauber ist und zum anderen die Befruchtung einwandfrei klappen kann. Schließlich soll ja keine Wolle im Weg sein, wenn unser Schafbock Fernett zum Sprung ansetzt. Die Klauen wurden auch noch einmal kontrolliert und dann ging es auf die große Weide gemeinsam mit Fernett.

Fernett wurde ordentlich beschnuppert und begrüßt von seinen neuen Freundinnen. Und doch fanden die Schafe es am Anfang etwas ungewohnt, dass plötzlich ein Schafbock mit zur neuen Herde gehört.

Nun stehen alle fünf gemeinsam auf der Weide. Wir hoffen natürlich, dass Fernett einen guten Job macht und wir im Frühjahr viele süße Lämmer auf der Welt begrüßen dürfen. Wir sind also schon jetzt auf das Frühjahr gespannt.

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