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Sommerzeit – Erntezeit

In der letzten Woche ist bei uns der diesjährige Startschuss für die Getreideernte gefallen.

Als erstes ist unsere Wintergerste reif. Wir ernten das Getreide mit einem Mähdrescher ab. Der Mähdrescher schneidet mit seinem Mähwerk das Getreide ab und schüttelt die Körner aus der Ähre. Die Körner werden in einem großen Korntank gesammelt. Die ausgeschüttelten (ausgedroschenen) Ähren und Halme fallen hinter dem Mähdrescher wieder heraus zu einem großen Haufen. Dieser Haufen wird auch Schwad genannt. Aus den Halmen entsteht das Stroh. Die Strohschwads werden durch eine Rundpallenpresse aufgewickelt und können so bei uns in der Strohhalle gelagert werden. Das Stroh benötigen wir im Winter, um den Stall einzustreuen und gemütlich für die Tiere zu machen, zum Knabbern für die Esel und Schafe und natürlich auch für die Strohburg zum toben.

Wir können unser Getreide selber lagern, fahren es vom Feld ab und bringen es in die Scheune. Dieses Jahr haben wir in kurzer Zeit die Körner aus den Ähren gedroschen/ geschüttelt und das Stroh in die Halle gefahren. Bei so heißen Temperaturen trocknet das Getreide sehr schnell ab. Die Körner dürfen maximal 14 % Feuchtigkeit haben, damit diese lagerfähig sind und im Winter zu Mehl oder Müsli verarbeitet werden können.

Nachdem die Gerstenkörner in der Halle waren und das Stroh eingefahren war, ging es gleich weiter mit unserem Winterraps. Im Frühjahr hat dieser noch so wunderschön gelb geblüht und die Bienen konnten fleißig Nektar und Pollen sammeln. Nun war der Winterraps erntereif. Bei Raps werden aus den Schoten kleine schwarze Körner ausgeschüttelt. Hier schneidet der Mähdrescher die Schoten ab, schüttelt die Körner heraus und sammelt sie auch in dem großen Korntank. Bei uns wird das Rapsstroh nicht zum einstreuen oder als Tierfutter verwendet, daher bleibt es auf der Koppel. Damit nicht überall kleine Berge/Schwads liegen, kann der Mähdrescher die ausgeschüttelten Schoten klein häckseln und auf der Koppel verteilen. So bleibt das Rapsstroh als natürlicher Dünger auf der Koppel.

Nach aufregenden Tagen auf dem Feld, mit viel Sonne, Streß und Freude warten wir nun auf etwas Regen, damit das Gras auf der Wiese weiter wachsen kann. Unser Winterroggen ist noch nicht ganz reif. Hier müssen wir uns noch ein wenig gedulden, damit die restliche Feuchtigkeit abtrocknet und wir dann trockene Roggenkörner ernten können.


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